Gedanken zur Nikon Coolpix AW100

Langsam aber sicher entsprach meine TZ-5 nicht mehr den gewünschten Anforderungen, die ich an eine Taschenkamera habe.

Die Bilder sind (vor allem bei Dämmerung und bei Nachtaufnahmen) verpixelt, das Rauschen ist stark sichtbar und da ich viele meiner Bilder auf einer Karte (Panoramio, Google Earth, Google Maps) positioniere, war eine Kamera mit eingebautem GPS angesagt.

Also habe ich mir die Nikon Coolpix AW100 zugelegt.


Wer sich im Klaren ist, keine Spiegelreflex in der Hand zu haben, kommt sicher gut damit zurecht. 
Alles ist so gestaltet, dass die Kamera einfach und ohne grosses Überlegen bedient werden kann.
Die verschiedenen Programme sind schnell erreichbar und selbsterklärend. 
Damit steht den ersten Aufnahmen nichts im Wege, sofern der Akku aufgeladen ist ...

Auch wenn die unten stehenden Ausführungen vielleicht etwas negativ erscheinen mögen: ich würde mir die Kamera als robuste immer-dabei-Kamera sofort wieder zulegen (vergl. Abschnitt "Kamerakauf"). 
Robust, griffig, einfach zu bedienen, Ergebnisse gut, Positionierungen (GPS) absolut in Ordnung, usw.*! Was ich noch nicht ausprobiert habe ist die Unterwassertauglichkeit.

* Ich betreibe kein Testlabor! Ich brauche die Kamera im Alltag un schaue mir die Ergebnisse an. Fehler findet man überall, die Frage ist nur, ob sie mich bei meiner Verwendung stören oder nicht.


Die ersten Bilder sind gar nicht so schlecht: einfach auf's Motiv richten und Auslöser betätigen, der Rest macht die Kamera. 
Ich habe sie hier auf einen kleinen Spaziergang mitgenommen und mit Automatik geknipst - weitere Bilder mit anderen Motiven werden folgen:

Die Nikon Coolpix AW 100 kann natürlich auch zum Filmen gebraucht werden:

Panorama-Funktion:
(Es stehen zwei Arten zur Auswahl)

Bei der "einfachen" Art wird durch Schwenken der Kamera um 180° oder 360° (horizontal oder vertikal) automatisch ein Panorama erstellt. Die Auflösung ist etwas knapp, reicht jedoch für eine Darstellung in einem Fotobuch.

Die andere Art zeigt nach der ersten Aufnahme einen Drittel des Bildes wieder im Sucher, so dass das nächste Bild exakt "angehängt" werden und anschliessend mit einem entsprechenden Programm am PC ein Panorama zusammengesetzt werden kann.

Tolle Funktionen, die Vieles vereinfachen.


GPS

Das GPS erfasst die Koordinaten des Aufnahmeortes (die Abweichung beträgt -was ich bisher festgestellt habe- bis ca. 2 Meter) sowie die Aufnahmerichtung und speichert diese in den Exif-Daten des Bildes.

Objekte von Interesse in der Nähe des Aufnahmestandortes werden auf Wunsch angezeigt.
Auch ohne eine Aufnahme zu machen kann die zurückgelegte Route aufgezeichnet werden und in der integrierten Weltkarte angezeigt werden.

Die gespeicherten GPS-Daten bei jedem Bild sind o.k. (das war mit ein Grund zum Kauf der Kamera). 
Ob ich aber nun 3 Kilometer vom Bahnhof XY entfernt bin oder 2 km vom Museum sowieso ... dazu brauche ich keine Kamera, da gibt's genauere und informativere Unterlagen. Aber das ist heute wohl in den entsprechenden Softwarepaketen einer jeden solchen Kamera inbegriffen.


Gegenlicht-Funktion

Eine tolle Sache, man darf aber nicht zu viel erwarten. 
Die Kamera macht mehrere Aufnahmen (über- und unterbelichtet) und lässt diese zu einem einzelnen Bild verschmelzen, bei dem alle Bereiche von hell bis dunkel ausgewogen und mit sichtbaren Details versehen sein sollen. 

Diese Funktion muss ich noch etwas genauer anschauen. Bisher scheint mir, dass bei dieser Art von Aufnahmen die Farbsättigung (vor allem in Bereich grün und cyan) stark überhöht ist.


Hier eine Gegenlicht-Aufnahme ohne die entsprechende Funktion bei der Kamera eingeschaltet zu haben.
Da der Sensor recht klein und die Blendenöffnung anders als bei Spiegelreflex-Kameras konstruiert ist, erscheint die Sonne "nur" als heller Fleck mit einer rötlichen Reflexion (siehe auch Abschnitt "Sonnenstrahlen") .

Der schwarze Fleck unterhalb der Sonne ist übrigens keine Verschmutzung; es handelt sich um einen Vogel vom Typ Krähe.


Motiv-Programme

Die verschiedenen Motivprogramme sind schnell über die Tasten erreichbar. Bloss vergesse ich meistens, das entsprechende Programm nach den Aufnahmen wieder auf eine "universelle" Einstellung zurück zu setzen. 
Ich werde mir wohl angewöhnen, nur noch den Automatik-Modus zu verwenden ... die Ergebnisse sind meist besser als mit dem falschen Motivprogramm ...