Breithorn (Zermatt - CH / Wallis)


Wenn das Matterhorn nicht wär', dann wäre wahrscheinlich das Breithorn das Wahrzeichen von Zermatt.


Wer auf dem Gornergrat steht (3'150 Meter über NN, bequem per Bahn ab Zermatt erreichbar) befindet sich mitten in einer grandiosen Berglandschaft.


Eindrucksvoll erhebt sich gegenüber ein Massiv, dessen rechtes Ende einem Elefantenkopf ähnlich sieht: das Breithorn. Und da wollte ich 'mal 'rauf!


Damals hatte ich nur eine kleine, alte Analog-Kamera dabei - hier ein paar gescannte Bilder dieser Tour.

Wenn ich's nochmals auf das Breithorn schaffe, werde ich mich mehr auf die Bilder konzentrieren - wenn mich die Freude darüber hier zu sein und die grandiose Aussicht nicht davon abhalten ...



Hinweis/Bedienung: auf ein Bild klicken, dann mit den Pfeiltasten der Tastatur rechts/vorwärts bzw. links/rückwärts oder mit der Maus auf dem Bild mit den Pfeilen rechts/vorwärts bzw. links/rückwärts!


An einem schönen Sommermorgen treten wir aus der Bergstation auf dem Kleinen Matterhorn in gleissenden Sonnenschein hinaus. Ein wunderbarer Tag ... und das Breithorn -unser heutiges Ziel- in strahlendem Weiss vor einem tiefblauen Himmel! 


Nach ein paar hundert Metern auf dem Gletscher werden die Steigeisen und Klettergurte montiert. Bevor’s dann richtig nach oben geht seilen wir uns noch an, schliesslich gibt es hier viele schneebedeckte Gletscherspalten und weiter oben ist die Absturzgefahr nicht zu unterschätzen.

 

Schritt für Schritt geht’s in einer grossen s-förmigen Spur nach oben. Langsam wird hier auf über 4000 Metern über NN die Puste knapp:

Verschnaufpause ... weiter Schritt für Schritt ... Verschnaufpause und weiter Schritt für Schritt

Nach viel Schwitzen, Schnaufen und Verschnaufen geht's irgendwann nicht mehr höher hinauf, wir sind oben angelangt! 


Eine grandiose Aussicht rundum: gegenüber im Westen das Matterhorn und der Theodulgletscher (auf welchem ich als kleiner Knirps mit den Skiern runter gefahren bin), 1000 Meter unter uns der Gornergrat, im Osten der Lyskamm und die Zwillinge Castor und Pollux, im Süden der weite Blick nach Italien, rundum ein Traum!

 

Nach einer ausgiebigen Rast geht‘s weiter auf einem fussbreiten Grat (der hier die Grenze zwischen der Schweiz und Italien bildet) nach Osten, immer schön konzentriert, da es links steile 1500 Meter über den Breithorn- bis zum Gornergletscher und rechts zwar etwas sanfter, aber doch  500 Meter bis zum Grande Gh. di Verra sind.


Wieder unten bleibe ich bei der Station der Bergbahn noch für eine Stunde in der Sonne sitzen und lasse die Tour nochmals Revue passieren. Da werde ich von einem älteren Herrn angesprochen: "Wer da hinaufsteigt muss bekloppt sein! Für was geht man dort rauf? Von da unten ist's doch genau so schön und erst noch viel weniger gefährlich!" Es war ihm dann doch etwas peinlich ...

 

Obwohl das Breithorn als ein „leichter“ Viertausender gilt: ein Berg ist erst bestiegen, wenn man wieder unten ist. 

Ich bekam dies vor allem zu spüren, als die vor mir gehende B. vor lauter Müdigkeit (und der damit verbundenen Konzentrationsschwäche) stürzte und sich ein Zacken ihrer Steigeisen in meinen Unterschenkel bohrte …


Wer zu wenig Kondition hat oder zu wenig akklimatisiert ist sollte diese Tour nicht unbedingt unternehmen und für alle, die nicht "in den Bergen zu Hause sind" sollte ein Führer Plicht sein.




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