Pixel - Megapixel - Sensorgrösse

oder: wieviele (Mega-)Pixel braucht der Mensch?

Ein Kamerasensor besteht aus vielen kleinen (lichtabhängigen) Fotodioden, die nach dem Öffnen des Kameraverschlusses das einfallende Licht aufnehmen und die entsprechende elektrischen Signale an einen Rechner/Speicher weiterleiten.

Eine einzelne dieser Fotodioden kann jeweils die Farbe Rot, Blau oder Grün aufnehmen.


Für die Darstellung aller Farben werden drei einzelne Fotodioden benötigt, die nach der Belichtung aus den drei Werten (rot - grün - blau) einen einzelnen Farbwert im Bild darstellen. 

Die Fotodioden werden oft als Pixel bezeichnet, da diese später auf dem fertigen Bild für einen einzelnen Punkt – eben für einen Pixel – zuständig sind. 

Die Grösse einer solchen Fotodiode beträgt etwa 1/12.000 Quadratmilimeter, Tendenz kleiner werdend ...

 

Da ein Bild aber nicht nur aus diesem einen Pixel besteht, braucht es in der Kamera mehrere Pixel. Üblicherweise sind das heute etwa  10 bis 15 Millionen solcher Pixel (angegeben meist in MP = Megapixel / Mega als Masseinheit der Million).


 

 

Grundsätzlich ist es richtig, dass mehr Pixel ein besseres, feineres Bild ergeben.


Da diese Sensoren jedoch stromdurchflossene elektronische Bauteile sind, erwärmen sie sich entsprechend … und je mehr Erwärmung desto höher die Störungen, die darin entstehen … und die später auf dem Bild als unnatürliches Rauschen empfunden werden.


Werden nun die z.B.12 Millionen Pixel in einer kleinen Kamera auf einem Sensor verteilt, der gerade mal 4.6 x 6.2 mm gross ist (übliche Sensorgrösse der Kompaktkameras), müssen diese sehr nahe beieinander platziert werden – es besteht die Gefahr, dass sie sich gegenseitig erwärmen und somit ein schlechteres Bild entsteht, als wenn auf der gleichen Sensorgrösse „nur“ 10 Millionen Pixel verteilt werden und eine gewisse Kühlung stattfinden kann.

Bei einer Sensorgrösse wie in vielen Spiegelreflexkameras üblich  (sog. APS) von etwa 25.1x 16.7 gibt’s da schon weniger Probleme.

 


Fazit: 

Unter Umständen liefert eine Kamera mit weniger Pixeln bessere Ergebnisse als eine Kamera mit vielen Pixeln.


Vor allem bei den Kompaktkameras sollte man da vorsichtig sein und bei der Wahl nicht zu stark auf eine hohe Pixelzahl schauen.


Z.B. bringt Panasonic meist gleichzeitig zwei äusserlich fast gleiche Modelle der TZ-Reihe auf den Markt, wobei das eine Modell ca. 20% weniger Pixel aufweist … und die Ergebnisse vor allem in Grenzbereichen wie Dämmerung, Nacht, Innen- und Blitzaufnahmen oft besser sind, obwohl mit diversen kamera-internen Berechnungen versucht wird, das dabei entstehende Rauschen heraus zu filtern.


Und:

... nicht vergessen, dass eine höhere Anzahl von Pixeln eine höhere Leistung vom PC verlangt, alsoden Rechner mehr belasten - es braucht zur Übertragung der Bilder auf den PC und die Verarbeitung dieser Datenflut mehr Rechenleistung! Je mehr Pixel desto langsamer wird das Ganze (Übertragung von der Speicherkarte, das Anschauen der Bilder auf dem PC usw.)